Die Staumauer

Shownotes

Der Hoover Dam: Beton von 1936, acht Meter dick am Fuß, und dahinter Lake Mead — dieses unerwartete Blau in der Wüste, das es nicht geben sollte und das es gibt. Man steht auf der Mauer, der Staubwind kommt von Nevada-Seite, man schaut zweihundert Meter hinunter auf das Grün des Colorado. Zwei Bundesstaaten unter den Füßen, zwei Zeitzonen gleichzeitig. Die Mauer hält — das ist ihr Auftrag, und das tut sie, seit neunzig Jahren, jeden Tag.

Stille Orte — Schlafgeschichten für die Nacht. Jeden Freitag eine neue Episode.

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00:00:00: Die Staumauer.

00:00:01: Man steht auf dem Beton.

00:00:04: Nicht am Rand, mitten drauf.

00:00:06: Das ist möglich – man darf das!

00:00:09: Man darf auf der Staumau stehen Auf den Beton, der den Colorado hält Auf dem Betons von nineteenhundertsechsunddreißig.

00:00:18: Man darf draufstehen.

00:00:20: Das ist nicht selbstverständlich.

00:00:22: Dass etwas so großes So zugänglich ist, dass man draufstehn darf Einfach so.

00:00:28: Eintrittsgeld für das Museum, wenn man will.

00:00:31: Aber die Mauer?

00:00:32: Offen!

00:00:33: Man steht auf dem Beton nicht am Rand mitten drauf.

00:00:37: Die Straße führt über die Mauhr.

00:00:40: Früher fuhr man drüber Heute gibt es die neue Brücke daneben – die Brücke, die weiter oben ist viel weiter oben.

00:00:48: aber auf der Staumauer läuft man noch….

00:00:51: man darf noch ….

00:00:52: man geht Der Colorado unter einem Zweihundert Meter tiefer.

00:00:58: Der Fluss, der hier aufgehalten wurde.

00:01:00: Der nicht mehr der Fluss ist, der er war.

00:01:03: Vor dem Damm – wild!

00:01:05: Der Colorado war ein wilder Fluss.

00:01:07: Er überschwemmte, versiegte und machte was er wollte.

00:01:11: Er machte etwas Flüsse tun.

00:01:13: Er folgte seinem Weg.

00:01:15: Er suchte das Tiefste.

00:01:17: Er schliff den Stein.

00:01:18: Er trug das Sediment.

00:01:20: Er brachte das Sedement ans Meer.

00:01:22: Er tat das Jahrmillionen lang.

00:01:25: Dann der Damm.

00:01:26: Er folgte den Jahreszeiten.

00:01:28: Der Schnee der Rockies schmilzt im Frühling, das Wasser kommt zu viel Wasser die Überschwemmungen Die Felder, die verloren gehen, die Städte, die leiden.

00:01:38: Dann Trockenheit Zu wenig Die Felde, die verdursten Das eine oder das andere.

00:01:45: Nie das Richtige nie das Gleichgewicht.

00:01:48: dann Hoover Däme Dann Gleichgewucht Kontrolle Dosierung Trockenheit, das ist der Rhythmus.

00:01:57: War der Rhythmus!

00:01:58: Der Hoover Dame hat ihn geändert.

00:02:00: Der Fluss, der hier aufgehalten wurde – der nicht mehr der Fluss isst, der er war.

00:02:05: nineteenhundertsechsunddreißig fertig, sieben und zwanzig Millionen Tonnen Beton.

00:02:10: Der damals größte Staudamm der Welt.

00:02:13: heute einer von vielen aber immer noch hier, immer noch stehend, immer nog haltend den Colorado.

00:02:20: Man kommt von Las Vegas eine Stunde durch die Wüste, Die Wüse, die man schon kennt.

00:02:26: Die Wüsste von Palm Springs.

00:02:28: Die wüste von Death Valley – Die Wüste überall hier!

00:02:32: Der Westen der USA ist Wüstel nicht überall aber viel, Viel mehr als man denkt.

00:02:38: Man denkt Amerika, man denkt Städte Straßen Menschen.

00:02:43: Dann fährt man durch Nevada Durch die Mojave Stunde um Stunde Nichts Die Weite Das Braun das Grau der Himmel.

00:02:52: dann der Hoover Dam, eine Stunde durch die Wüste vorbei an Boulder City.

00:02:58: Die Stadt, die für den Bau gebaut wurde – die einzige Stadt in Nevada ohne Glücksspiel In ganz Nevada ein einziger Ort, Boulder City, ohne Casino.

00:03:09: Das war eine Bedingung der Bundesregierung.

00:03:11: Die Bauarbeiter sollten ihr Geld behalten oder die Bundesregierung wollte Ordnung in dieser Boomtown, die aus dem Nichts entstand Für den Bau.

00:03:21: das war eine Bedingung Die Bauarbeiter sollten nicht ihr ganzes Geld verspielen.

00:03:25: Boulder City, ohne Casino in Nevada – das ist auch eine Geschichte!

00:03:30: Dann die Kurve und der erste Blick auf die Schlucht den See, die Mauer.

00:03:35: Man biegt ab und ist da man parkt, man geht zur Mauer, man steht auf dem Beton.

00:03:41: Der Wind kommt von Nevada Seite Warm, trocken mit feinem Staub, man spürt ihn auf der Haut Den Staub den man nicht sieht, aber fühlt.

00:03:51: Die Wüste die mitkommt, die sagt hier bin ich auch hier oben Auch auf dem Beton, auch auf der Staumauer.

00:03:59: Die wüste ist überall.

00:04:01: Man kommt von Las Vegas eine Stunde durch die Wüsten –die Wüse die man schon kennt– die Wüsste von Palm Springs, die Wüste von Death Valley- die Wünste überall.

00:04:12: hier Der Westen der USA ist Wüstel.

00:04:14: und der erste Blick auf die Schlucht Den See, die Mauer Man biegt ab und ist da, man parkt.

00:04:44: Das macht man.

00:04:48: Man schaut immer hinunter, man kann nicht anders.

00:04:51: Der Abgrund zieht zweihundert Meter das Wasser da unten Grün der Fluss, der wieder beginnt unterhalb der Mauer das Wasser unter der Mower.

00:05:01: grün Weil das Wasser tief genug ist um grün zu sein.

00:05:05: Das Licht bricht sich anders im Tiefenwasser Es wird grün.

00:05:09: Das kennt man aus Bergsehen Aus Tiefensehen überall.

00:05:12: Das tiefe Wasser ist grün oder blau Oder beides Hier Grün.

00:05:18: Das Glasgrün des Colorado Der Colorado war nicht immer so grün, er war braun, trüb von dem Sediment das Ertrug.

00:05:28: Das Sediment bleibt jetzt im See – es sinkt ab, setzt sich!

00:05:32: Das ist das Problem des Staudammes….

00:05:34: der See füllt sich mit Sediment langsam über Jahrhunderte.

00:05:39: Irgendwann isst der See voll …nicht mit Wasser….mit Schlick.

00:05:44: Das iß die Zukunft des Hoover Dams Eine von vielen möglichen Zukunften, eine Tausend Jahre entfernte.

00:05:52: Für jetzt der Damm hält Der See ist blau Das Wasser kommt das Wasser geht In tausend Jahren nicht Jetzt, jetzt hält er Es sinkt ab setzt sich Das Wasser dass die Mauer verlässt Ist klar Grün und klar.

00:06:09: Dass sie die Ment fehlt in Feldern Das ist eine andere Geschichte Eine längere.

00:06:15: Aber das Wasser ist grün Und man schaut hinunter auf das Grün.

00:06:19: Er wird schmaler, er wird ruhiger – er fließt weiter Richtung Mexiko, Richtung dem Meer, dass er oft nicht mehr erreicht, weil zu viel Wasser entnommen wird, weil der Colorado erschöpft ist.

00:06:33: Aber hier unter der Mauer fliesst er noch grün und kühl.

00:06:38: Man schaut hinunter Lake Mead dahinter Das Wasser, das die Mauer hält soweit das Auge reicht Blau.

00:06:47: In der Wüste, ein See in der Wüsste – das ist das Unerwartete dieses Blau!

00:06:54: Das nicht sein sollte, dass hier nichts verloren hat, dass die Logik der Landschaft bricht.

00:07:00: Wüsten und See, Trocknis und Wasser – das geht nicht zusammen.

00:07:05: Und es geht doch, hier geht es.

00:07:08: Das ist das unerwartet.

00:07:10: Man war auf die Staumauer vorbereitet, Aber auf dieses Blau nicht.

00:07:18: Dieses blau des Sees, das so falsch wirkt in dieser Landschaft und so richtig!

00:07:24: Das Wasser, dass gehalten wird, das wartet, das nicht weiter kann, das gegen die Mauer drückt sanft immer sanft.

00:07:33: der See drückt Die Mauer hält.

00:07:36: Das ist das Gleichgewicht.

00:07:38: Das Wasser das Gehalten wird das Wartet im Inneren der Mauer.

00:07:47: Man kann sie besichtigen, wenn man will, wenn Das Wasser, das durch die Mauer fällt dreht die Turbinen.

00:08:19: Die Turbienen drehen die Generatoren.

00:08:21: Die Generaturen erzeugen Strom – vier Millionen Kilowattstunden täglich!

00:08:27: Den Strom für Las Vegas, für einen Teil davon… den Strom für Arizona, für Nevada und für Kalifornien.

00:08:35: Drei Bundesstaaten teilen sich den Strom vertraglich geregelt seit dem Bau.

00:08:41: wer wie viel bekommt?

00:08:43: Die Boulder Canyon Project Act von nineteenhundert achtundzwanzig.

00:08:47: Ein Gesetz, das regelt wer das Wasser des Colorado bekommt.

00:08:51: Nevada Arizona Kalifornien und weiter südlich Mexiko.

00:08:57: Das Wasser wird verteilt per Gesetz Per Vertrag.

00:09:01: Das ist das Wasser Des Westens.

00:09:03: Es gehört allen.

00:09:05: es reicht nicht für alle.

00:09:07: das ist das Problem.

00:09:08: Das ist die Frage, die den Westen beschäftigt.

00:09:11: Wie lang reicht das Wasser?

00:09:13: Wie lange hält der See?

00:09:15: Wie lang hält der Damm, wenn der See schrumpft?

00:09:18: Das sind die Fragen!

00:09:20: Man stellt sie nicht laut – man steht auf der Mauer und schaut.

00:09:24: Das ist auch das Gesetz.

00:09:28: Das Gesetz wurde es nicht gelöst.

00:09:30: Das Problem bleibt.

00:09:32: Mehr Wasser entnommen als hinein kommt.

00:09:35: Das war die Bilanz des Westens Seit Jahrzehnten.

00:09:39: Das Gesetz hilft dabei nicht, es verteilt was da ist Es verteilt, was nicht reicht – das ist auch das Gesetz.

00:09:47: Der Vertrag vor dem Bau Das ist das Hoover Dam Nicht nur Beton Auch Recht Auch Verträge Auch das Verhandeln von Wasser Den Strom für Las Vegas Für einen Teil davon.

00:10:01: Der Strom der die Kronleuchter leuchten lässt Der den Brunnen tanzen lässt der den Luxorstrahl in den Himmel schießt.

00:10:08: Das Wasser des Colorado macht das möglich, dass Wasser, das durch den Beton fällt.

00:10:14: Die Generatoren laufen – die Türme!

00:10:17: Man sieht sie von der Mauer…die Einlass-Türme Art Dekot, nineteenhundertdreißiger Jahre.

00:10:24: Die Architektur eines Staudams, der mehr sein wollte als Beton.

00:10:28: Der schön sein wollte …der Würde haben wollte.

00:10:31: Das hat man ihm gegeben….Die Türme stehen Schlank, elegant.

00:10:37: Nicht das was man von einem Staudamm erwartet!

00:10:40: Das ist das Hoover-Dame – es hat einen Namen Herbert Hoover.

00:10:45: Dreißigster Präsident der Vereinigten Staaten Ein Mann, der umstritten war dessen Präsidentschaft mit der großen Depression zusammenfiel.

00:10:54: Fünfundzwanzig Prozent Arbeitslosigkeit.

00:10:57: Das war Amerika.

00:10:58: neunzehnhundertzweianddreißig.

00:11:00: Jeder vierte ohne Arbeit.

00:11:02: Millionen die nichts hatten.

00:11:05: Die Männer, die am Hoover Dam arbeiteten – sie hatten diesen Job.

00:11:10: In der Wüste, in der Hitze an den Seilen aber sie hatten einen Job.

00:11:16: das war nicht nichts.

00:11:17: In nineteenhundertzweiunddreißig war das Nicht-Nichts dem man die Verantwortung gab, dem man Hoover-Wilz nannte, die Slums der Arbeitslosen, Hoover-Willz und dann Hoover-Damn.

00:11:33: derselbe Name Für das Schlechteste und das Beste dieser Zeit, die Slums und der Staudamm.

00:11:40: beide tragen seinen Namen.

00:11:43: Das ist Geschichte!

00:11:45: Das ist die Komplexität von Namen – das ist das Hoover Dam mehr als seine Funktion, mehr als Wasser halten.

00:11:54: Ein Denkmal für die, die ihn bauten, für die ,die dabei starben.

00:12:00: Hundert Menschen starben beim Bau – das is' die offizielle Zahl.

00:12:04: Die Inoffizielle ist höher.

00:12:07: Die Männer, die an der Stickstoffvergiftung starben – das wurde nicht als Arbeitsunfall gezählt!

00:12:13: Das wurde als natürliche Ursache verbucht weil niemand zugeben wollte was die Arbeit kostete.

00:12:20: Was der Staudamm kostete in Menschenleben.

00:12:24: Fünftausend Männer arbeiteten gleichzeitig in der Wüstenhitze Anseilen in der Schlucht mit Presslufthämmern im Fels Tag und Nacht Die Flutlichter branden.

00:12:36: Drei Schichten, Tag und Nacht.

00:12:39: Vier Jahre, nineteenhundertzeigunddreißig bis neunzehnhundertsechsunddreißig.

00:12:45: Der Beton wurde in Blöcken gegossen weil ein einziger Block zu heiß geworden wäre.

00:12:51: Das Aushärten erzeugt Wärme.

00:12:53: Zu viel Wärm in einem Stück der Beton reißt Also Blöcke Hunderttausende Blöcke zusammen die Mauer.

00:13:04: Man steht auf dem Beton, man steht auf der Arbeit dieser Männer.

00:13:08: Hundert Menschen, hundert Menschen starben beim Bau!

00:13:13: Die Türme stehen – man schaut sie an Sie schauen zurück Nicht wirklich, Türme schauen nicht.

00:13:21: Aber man hat das Gefühl Diese Art Dekotürme, nineteenhundertreißiger Jahre Ästhetik als man dachte Ein Staudamm kann auch schön sein Als man sagte Die Arbeiter, die das bauen verdienen etwas Schönes.

00:14:01: Aber man denkt daran, den Beton der unter einem liegt.

00:14:05: Acht Meter dick am Fuß – fast dreihundert Meter hoch!

00:14:10: Der Beton, der seit neunzig Jahren hält.

00:14:14: Der Betong, der härter wird.

00:14:16: Beton härtet nach.

00:14:18: Das lernt man hier in dem Museum wenn man reingeht oder einfach es steht im Reiseführer.

00:14:25: Betons härtet nach.

00:14:27: er wird jedes Jahr ein bisschen fester.

00:14:30: Nicht immer, nicht jeder Beton.

00:14:33: Aber dieser!

00:14:34: Der Beton des Hoover Dames – der besondere Mischung.

00:14:38: Die Ingenieure von nineteenhundertdreißig haben gut gearbeitet.

00:14:42: Ihr Beton hält noch.

00:14:44: Er hält er wird jedes Jahr ein bisschen fester.

00:14:48: Neunzig Jahre das ist viel nachherten.

00:14:52: Dieser Beton isst so hart wie Beton sein kann.

00:14:56: Er hält den Colorado.

00:14:58: Er hat ihn immer gehalten.

00:15:00: Der Beton des Hoover Dam enthält genug Material für eine zweispurige Straße von San Francisco nach New York.

00:15:07: Das ist einer dieser Zahlen, die man nicht versteht Die zu groß sind.

00:15:12: Man versucht es trotzdem Von San Francisco Nach New York Zweispurig.

00:15:18: Das is der Hoover Dam In Zahlen.

00:15:22: Aber Zahlen helfen hier nicht.

00:15:24: Was hilft?

00:15:25: Draufstehen Die Mauer unter den Füßen fühlen.

00:15:30: Was hilft, hinunterschauen?

00:15:33: Was hilft der Wind, der Staub trägt?

00:15:36: Was helft der See dahinter – Goldblau?

00:15:40: Das sind keine Zahlen!

00:15:42: Zahlen beschreiben nicht was man fühlt.

00:15:45: Wenn man auf dem Beton steht… wenn der Wind kommt …wenn man hinunter schaut….

00:15:50: das sind keine Zahlen…das sind Momente.

00:15:55: Das ist der Hoover-Dame in Momenten.

00:15:58: Man geht über die Mauer, von der Nevada-Seite zur Arizona Seite.

00:16:02: Zwei Bundesstaaten getrennt durch den Fluss verbunden durch die Mower.

00:16:09: man überquert eine Staatsgrenze ohne es zu merken.

00:16:12: Es gibt eine Markierung einen Strich auf dem Boden nevada arizona.

00:16:19: man steht drauf man steht in beiden bundesstaaten gleichzeitig.

00:16:23: das ist ein moment kein großer Aber ein eigener.

00:16:28: Man steht in zwei Staaten gleichzeitig, links Nevada rechts Arizona eine Zeitzone links eine Zeitzone rechts.

00:16:39: Die Zeitgrenze verläuft durch den Fluss Durch die Mauer.

00:16:43: man steht in Zwei-Zeitzonen Gleichzeitig.

00:16:47: Das ist auch ein Moment kein großer aber Ein eigener.

00:16:52: Der Staubwind wieder.

00:16:54: er trägt etwas Etwas, das man nicht benennen kann.

00:16:58: Den Geruch der Wüste Trocken Das Mineral des Betons Dieses Grau Dieser Geruch von Infrastruktur Von Arbeit Von etwas Gebautem.

00:17:10: Das Held Das Wasser dahinter Das riecht oder Riecht es nicht Wasser.

00:17:17: in der Wünste rieht man.

00:17:19: Man denkt, man riechts.

00:17:21: Vielleicht ist es nur der Kontrast Die Trockenheit, die das Wasser ahnen lässt.

00:17:26: Der Wind, der es verspricht.

00:17:28: Man atmet!

00:17:52: Sie hängt scheinbar in der Luft zwischen den zwei Felsen, zwischen Nevada und Arizona.

00:17:58: Tiefer als die Felse höher als die Staumauer.

00:18:03: Man schaut hoch Die Autos fahren darüber man sieht sie nicht, man hört sie nicht zu weit!

00:18:11: Man sieht die Brücke, man sieht das was sich nicht bewegt Das Statische, das Gebäude, das was nicht fährt, dass was bleibt Was hält?

00:18:23: Die Staumauer hält, die Brücke hält.

00:18:27: Beide halten auf verschiedene Weisen beide still – beide Teil dieser Schlucht.

00:18:34: Nur die Brücke, die hängt!

00:18:37: Die hängt, die sich nicht bewegt, die einfach da ist.

00:18:42: Man bleibt stehen mitten auf der Mauer.

00:18:46: Man lehnt sich an die Brüstung.

00:18:48: Die Brüstungen ist warm.

00:18:49: Der Beton hat die Sonne gespeichert Stunden lang.

00:18:53: Er ist ein Speicher, nicht nur für Wasser – auch für Wärme!

00:18:58: Der Beton speichert.

00:19:00: Das ist seine Natur.

00:19:02: Er nimmt auf und gibt ab Langsam auf seine Zeit.

00:19:07: Jetzt gibt er sie ab An die Hand an den Arm.

00:19:12: Man lehnt man schaut.

00:19:14: Nichts passiert Kein Schiff auf dem See kein Boot.

00:19:19: der See is ruhig Die Mauer ist ruhig, der Wind läuft aber der See ist still.

00:19:27: Das stille Wasser das wartet Man lehnt man schaut Den See dahinter das Blau den Fluss darunter das Grün Das Wasser auf beiden Seiten oben und unten gehalten und fließend.

00:19:45: Das is die Staumauer.

00:19:47: sie hält und lässt durch.

00:19:50: Das ist das Prinzip.

00:19:52: Nicht nur halten, nicht nur durchlassen – beides!

00:19:57: Im richtigen Maß im richtigen Moment.

00:20:00: Die Ingenieure regeln das.

00:20:03: Sie sitzen irgendwo in einem Kontrollraum sie schauen auf Bildschirme Sie sehen der See steigt Sie öffnen eine Schleuse Das Wasser fließt die Turbine dreht Der Strom fließts Las Vegas leuchtet.

00:20:21: Die Ingenieure regeln das, die Turbinen, die Schleusen – Das Wasser, das kommt und geht!

00:20:29: Das ist die Staumauer.

00:20:30: Sie hält und lässt durch Beides gleichzeitig.

00:20:36: Der Colorado hat viertausend Kilometer.

00:20:39: Er beginnt in den Rocky Mountains Er endet meistens irgendwo in Mexiko.

00:20:45: Wenn er noch so weit kommt Am Hoover Dam wird er aufgehalten.

00:20:50: Ein Jahr lang steht das Wasser, mehr!

00:20:53: Es wird gesammelt – es wartet.

00:20:56: Dann wird es freigegeben, kontrolliert, dosiert.

00:21:01: Das Wasser, das gewartet hat, fließt.

00:21:04: Es fließts ruhig jetzt nicht wie ein wilder Fluss.

00:21:09: Wie ein kontrollierter Fluss, wie ein Fluss mit Aufgaben, mit Zielen und Bestimmungsorten.

00:21:16: Das Wasser weiß das nicht.

00:21:18: Wasser weiß nichts, Wasser fließt!

00:21:22: Es wurde in eine Richtung gelenkt – es fließт.

00:21:25: Richtung Las Vegas, Richtung Los Angeles, Richtung den Menschen die trinken, Richtung dem Feldern die wachsen.

00:21:33: Das ist das Hoover Dam, das ist sein Auftrag.

00:21:38: Den Colorado zähmen, dass Wasser verteilen, den Strom erzeugen, die Felder bewässern Die Städte mit Wasser versorgen.

00:21:47: Alles das!

00:21:49: Das ist das Hoover Däme, das ist seine Aufgabe – das Warten ermöglichen, das Fließen dosieren.

00:21:58: Das ist eine Beschreibung des Staudams aber auch eine Beschreiben von etwas anderem … Von Geduld… Von dem Wissen wann man loslässt, wann man hält, wenn man dosiert.

00:22:11: Das is das Hoover-Däme als Metapher.

00:22:14: Aber man muss nicht weit gehen, man muss keine Metaphern suchen.

00:22:18: Man kann einfach stehen auf dem Beton im Staubwind mit dem Blau dahinter, mit dem Grün darunter.

00:22:27: Die Mauer hält – das ist genug.

00:22:30: Das Warten ermöglichen, das Fließen dosieren.

00:22:34: Der Wind nimmt ab Es wird stiller die anderen Besucher es gibt einige Gehen!

00:22:40: Man bleibt noch kurz Noch diesen Moment.

00:22:44: Die Sonne steht tiefer, das Licht verändert sich.

00:23:04: Er gräbt noch unterhalb des Dams, wo er wieder frei ist.

00:23:17: Wo er wieder fließt, woer noch Fels trägt.

00:23:20: Der Fluss hat sie gegraben Jahrmillionen.

00:23:23: Dann kam der Damm dann kam das Wasser.

00:23:25: Das Stieg dass die Schlucht füllte.

00:23:28: Unter dem Wasser.

00:23:29: Die Schlucht Noch da nur unsichtbar.

00:23:33: Man steht auf der Mauer man steht auf dem Wasser Auf dem gehaltenem Wasser auf dem aufgestauten Wasser Auf den Wasser das wartet.

00:23:41: Das ist eine seltsame Art zu stehen auf dem Wasser.

00:23:45: Aber so fühlt es sich nicht an, man steht auf Beton unter dem Beton Wasser.

00:23:50: das Wasser trägt den Beton.

00:23:52: der Beton trägt einen.

00:23:54: das Wasser trägt einen.

00:23:56: dass is die Staumauer Unter dem Wasser die Schlucht unter der Schlucht.

00:24:01: der Fels basalt uralter Stein Der alles trägt der den Damm trägt.

00:24:07: Das ist das Hoover Dam.

00:24:12: Das sind die Schichten!

00:24:40: Alles zusammen, eine Woche.

00:24:42: Sie steht neben einem, sie schaut auch hinunter – sie sagt etwas.

00:24:46: Man hört sie nicht.

00:24:47: Der Wind nimmt die Worte.

00:24:49: Manchmal macht der Wind das.

00:24:50: Er nimmt die Worte.

00:24:52: Man muss nicht alles hören.

00:24:53: Manchmal reicht das Sehen.

00:24:55: Die Frau, die zeigt Der Wind, der die Werte nimmt Das Blau dahinter Das ist genug.

00:25:01: Der Wind nehmt die Wurte Sie lacht, man schaut sie an Sie zeigt auf den See Auf das Blau Dahinter Das Blau in der Wüste, das was man nicht erwartet hatte.

00:25:13: Das was am meisten bleibt – nicht die Mauer!

00:25:16: Das Blaue dahinter, dass man zusammen gesehen hat.

00:25:19: Man verlässt die Staumauer, man nimmt sich Zeit dafür, man geht langsam, man schaut noch einmal… Das Letzte Die Mauer von der Seite Die Türme, die Brücke hoch oben Den See, das Blau.

00:25:33: Dann ins Auto Auf der Fahrt zurück, das Licht wird anders Die Wüste nimmt die Farbe des Abends an.

00:25:39: Orange, rosa, lila!

00:25:42: Die Wüsste abends ist nicht dieselbe Wüzte wie Mittags.

00:25:45: Mittags hart klar gnadenlos.

00:25:48: Abens weich warm fast freundlich.

00:25:52: Die Wüstereabend lässt einem.

00:25:54: sie sagt gut du hast den Hoover Däme gesehen Du bist auf dem Beton gestanden.

00:25:59: Du hast die Mauer.

00:26:00: Du Hast den See.

00:26:01: Du hasst den Staubwind.

00:26:03: Du Hasst das Grün des Wassers.

00:26:05: Duhasst das Blau dahinter.

00:26:06: Das alles ist jetzt Deins.

00:26:08: Du hast dem Tag überlebt, du hast den Hoover Däme gesehen!

00:26:12: Du hast auf dem Beton gestanden, du hasst hinunter geschaut... ...du hasst den Staubwind gespürt.

00:26:17: Jetzt fährst du.

00:26:18: Das is gut.

00:26:19: Die Wüste abends lässt einem.

00:26:22: Man geht schließlich zurück zur Nevada-Seite ins Auto die Klimaanlage, die nicht kämpft.

00:26:28: Hier iis das heiß aber nicht Death Valley heiß nur Wüsten heiß.

00:26:33: Das kennt man jetzt.

00:26:34: Man fährt der See im Rückspiegel, Gold dann kleiner.

00:26:38: Dann weg!

00:26:39: Der Hoover Dam hinter einem die Mauer, die hält Die Türme, die stehen Der Wind, der Staub trägt.

00:26:46: Der Staubwind vom Hoover Dam Den man noch spürt wenn man längst im Auto ist den man noch riecht Den Geruch der Wüste, den man mitnimmt Das alles hinter einem Man fährt.

00:26:57: das is der Hoover Dam.

00:26:59: Eine Mauer Ein See ein Fluss eine Schlucht Beton von nineteenhundertsechsunddreißig Art, Dekortürme Staubwind Das Blau das nicht sein sollte Das Grün das leise ist.

00:27:12: Zwei Bundesstaaten Eine Grenze die man überschreitet Zwei Zeitzonen in denen man steht Zwei Menschen die schauen Die zeigen Die lachen weil man den Fuß hebt Die dass blau sehen Die das zusammensehen.

00:27:26: Das ist das Hoover Dam.

00:27:28: Das is der Nachmittag auf der Mauer Der bleibt.

00:27:30: Nicht wegen der Zahlen, nicht wegen der Ingenieurleistung, wegen dem Blau, wegen den Staubwind, wegen des Stehen auf dem Beton, wegen deem Zusammen.

00:27:40: Das ist genug – das hat immer gereicht!

00:27:43: Das Wasser hält Die Mauer hält Die Türme stehen Der See wartet Der Wind trägt Staub.

00:27:49: Alles ist wie immer Jeden Tag Seit neunzehnhundertsechsunddreißig.

00:27:55: Das Hoover Dam schläft nicht.

00:27:57: Die Generatoren laufen, die Turbinen drehen – das Wasser fließt Tag und Nacht Winter und Sommer.

00:28:04: Die Mauer hält Der See wartet Der Wind trägt Staub Die Türme stehen Und man schläft Irgendwo.

00:28:11: Nach dem Tag auf der Mauer Nach dem Staubwind nach dem Blau des Sees Man schläft.

00:28:17: Der Hoover Dam hält Er hat immer gehalten Er wird halten den Staub, den die Poren noch haben.

00:28:28: Die Hitze des Betons, die die Hand noch kennt Den Wind der noch im Ohr ist Das Blau das hinter den Augen wartet Das Grün des Flusses Tief unten Die Türme Das Stehen in zwei Bundesstaaten Das Lachen Alles da alles noch da.

00:28:44: Man schläft ein.

00:28:45: Der Hoover Dam hält.

00:28:47: Das ist das Hoover Dam.

00:28:51: Acht Meter dick am Fuß, neunzig Jahre alt.

00:28:54: Herter als je zuvor.

00:28:56: Noch tausend Jahre sagen die Ingenieure noch tausende Jahre.

00:29:00: Die Türme stehen Der See wartet Der Wind trägt Staub der Colorado fließt Das Grün leuchtet das Blau leuchtete Alles leuchteten.

00:29:10: Auch wenn man schläft auch dann Die Frau liegt neben einem Sie schläft, sie hat auch auf dem Beton gestanden.

00:29:17: Sie hat auch hinunter geschaut, sie hatte den Staubwind gespürt und das Blau gesehen.

00:29:23: Beide haben sie gesehen – das Blaue, das nicht sein sollte, das in der Wüste leuchtet, das wartet, das hält wie die Mauer hält wie der Abend hält, wie die Erinnerung hält.

00:29:33: Das Blaue bleibt immer.

00:29:35: Die Mauer erhält das Wasser Der Schlaf hält die Bilder Bilder des Tages, den warmen Beton, den Staubwind die Schlucht das Grün und das Blau.

00:29:45: Die Türme, die Brücke oben Das Lachen an der Grenzlinie Den See, der goldenes Licht trinkt Alles das.

00:29:52: Der Schlaf hält es Bis morgen bis man aufwacht Und ist noch da ist.

00:29:57: Die Mauer hält das Wasser Der Schlaf hält die Bilder Aber es ist ruhig.

00:30:08: Ruhig auf seine Art, die Ruhe des Arbeitens, die ruhe des Haltens, Die Ruhe das Flusses der fließt.

00:30:16: Das ist die Stille der Staumauer Nicht die Stlle des Schweigens – die Stelle des Tuns.

00:30:21: Man schläft in Las Vegas Das Leuchten durch die Vorhänge Immer ein bisschen hell aber der Staubwind ist noch auf der Haut.

00:30:28: Der Nachmittag auf der Mauer Das Grün, das Blau.

00:30:32: Der Wind, die Türme.

00:30:33: Das Stehen in zwei Staaten.

00:30:35: Das Lachen – alles noch da!

00:30:37: Alles noch warm wie der Beton, der Wärme hält Wie die Staumauer, die hält.

00:30:42: Die Mauer hält Jetzt im Schlaf In der Nacht seit neunzig Jahren.

00:30:47: Sie hält, dass Wasser wartet Der See ist blau, der Fluss ist grün Die Türme stehen, der Wind trägt Staub.

00:30:55: Alles wie immer, alles gut.

00:30:57: Das Wasser fließt langsam kontrolliert durch die Turbinen, durch die Rohre aus dem See in den Fluss, in den Colorado weiter Richtung Meer oder nicht ganz.

00:31:08: Aber es fließt!

00:31:09: Es hat immer geflossen seit nineteenhundertsechsunddreißig Nacht für Nacht Tag für Tag das Wasser fließts und man schläft nach dem Colorado Nach der Schlucht nach dem warmen Staubwind nach dem Nachmittag auf dem Beton Nach dem Blau, das man nicht erwartet hatte.

00:31:25: Nach dem Grün, dass so tief war.

00:31:27: Nachdem Stehen in zwei Zeitzonen.

00:31:30: Nach Dem Lachen nach allem.

00:31:32: Man schläft Die Mauer hält.

00:31:34: Sie hat immer gehalten.

00:31:35: Noch tausend Jahre sagen die Ingenieure Noch Tausend jahre hält die Mauer Dann ist man längst weg.

00:31:41: Aber die Mau erhält Das Blau hält Der Colorado fließt Das ist genug Das hat immer gereicht.

00:31:48: So ist die Staumauer So is der Colorado So ist dieser Nachmittag, immer der Damm hält das Wasser wartet.

00:31:55: Der See ist blau, der Staubwind läuft die Nacht kommt man schläft gut so ist es immer Die Stau-Mauer.

00:32:03: sie steht.

00:32:04: Sie hat immer gestanden seit dem ersten Tag Seit nineteenhundertsechsunddreißig dieses Beton diese Kraft Diese Stille die von ihr ausgeht.

00:32:14: Man denkt an sie manchmal an diesen Ort den Colorado River Das Wasser, das sie staut, dass sich sammelt, das dahinter wartet.

00:32:24: Die Staumauer hält – das ist alles was Sie tun muss!

00:32:28: Das tut sie immer.

00:32:30: Das Wasser dahinter Der Lake mied Dieses blaue Wasser in der Wüste, daß es nicht geben sollte Dass es gibt weil die Staumau steht Weil sie hält, weil sie das immer tat.

00:32:44: Man schläft.

00:32:45: Draußen ist irgendwo die Wüste und irgendwo die Staumauer, die in der Nacht steht.

00:32:51: Die immer steht – die hält!

00:32:54: Der Colorado River, er fließt auch hinter der Staumauer.

00:32:59: Er fließdurch sie hindurch, kontrolliert, geregelt aber er fließt.

00:33:04: Er hat immer geflossen.

00:33:06: Man schläft, die Wüsste schläft, die Staumauer schläf nicht.

00:33:11: Sie steht, sie hält.

00:33:14: Diese Staumauer, die man gesehen hat.

00:33:16: Die man anfassen konnte, die so groß war... ...die so still war,... ....die so viel Wasser hält,... ...die das immer tut.

00:33:25: Das macht sie aus!

00:33:27: Diese StAUmauer....die

00:33:28: HÄLT!!!

00:33:30: Die Nacht in der Wüste, diese Kälte,... ...dieser Himmel,... ...diese Sterne,... ...DiesER

00:33:35: Ort!...

00:33:36: ...diese Staumauer,... ... dieses Wasser,... ...dyse

00:33:39: Wüsten!..

00:33:40: Die Staumower

00:33:42: HØLT!!

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